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Die Weihnachtszeit
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Der Nussknacker
Viele glauben, dass das Nussknacker Ballett seine Popularität der wundervollen Musik von Tschaikowsky verdankt. Das war nicht so, als 1892 das Ballett premierte. Die Kritiker fanden weniger Gefallen an der Musik wie an der Choreographie des Balletts. Der Nussknacker wurde 18 mal aufgeführt, das waren aber immer noch drei Vorstellungen mehr als Dornröschen erzielte. Tschaikowsky hatte den lang gehegten Wunsch ein Ballett zu schreiben. Sein erster Versuch war der Schwanensee, doch es war kein grosser Erfolg. Für die nächsten zehn Jahre zog er sich vom Ballett zurück. Als er von Vsevolojski angefragt wurde, die Musik für Dornröschen zu schreiben, sagte er zu. Tschaikowsky fand die Geschichte bezaubernd und machte sich mit viel Enthusiasmus hinter seine neue Aufgabe. Und wieder produzierte er ein meisterhaftes Stück, welches beim Publikum wenig Anklang fand. Man kann sich vorstellen, dass er wenig Interesse zeigte, als man ihm den Nussknacker offerierte. Petipas Instruktionen an Tschaikowsky liessen wenig Freiraum für seine eigenen Interpretationen. Ein Beispiel beschreibt folgende Szene von Tschaikowsky: Eine leere Bühne. Das Speisezimmer wird durchs Mondlicht erhellt, welches durchs Fenster dringt. Petipa durchstrich die Idee und schrieb mit dicken Buchstaben: NO. Als die Nussknacker Suite 1892 premierte, war es ein Erfolg. Doch die Reaktion zum Ballett war weniger glorreich. Viele glaubten, dass Tschaikowskys Musik zu symphonisch, ermüdend und nicht für Tanz geeignet sei. Tschaikowsky starb 1893 und hat leider nie erfahren, wasfür grosse Erfolge seine Musik schlussendlich hatte. |
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