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WEIHNACHTSZEIT
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Interview mit Cilli Kehsler aus Pünderich an der Mosel Wenn man Ihre Gedichte liest, muss man glauben, dass Sie Weihnachten lieben. Kann es sein, dass bei Ihnen schon während Ihrer Kindheit großen Wert auf ein gedankenvolles Weihnachtsfest gelegt wurde? Ich bin in einer relativ armen Zeit Kind gewesen. Meine Eltern haben es dennoch verstanden, der Weihnachtszeit einen Sinn zu geben, der noch immer in mir lebendig ist. Wir haben im Advent abends gemeinsam gesungen, gebetet und es wurden Geschichten erzählt. Es waren stimmungsvolle Abende. Einen Fernseher oder andere Ablenkungen gab es damals noch nicht. Woher kommen die Inspirationen für die schönen Gedichte? Vielleicht kommen meine Ideen daher, dass ich im Alltag sehr genau beobachte. Dann schreibe ich meine Gedanken auf - heiter, nachdenklich oder auch kritisch. Den erhobenen Zeigefinger erspare ich aber mir und meinen Lesern. Wie gestalten Sie Ihre Adventszeit? Sie ist für mich eine Zeit des Schreibens, und auch ich erhalte in diesen Wochen besonders viel Post, über die ich mich sehr freue und die ich sammele. Ich backe Plätzchen, und spätestens zu Nikolaus bekommen meine Kinder eine erste Sendung per Post. Außerdem versuche ich, ein bisschen bewusster zu leben. Ich genieße - wie das ganze Jahr über - die Proben unseres Kirchenchores, in denen wir dann die Weihnachtsmesse einstudieren. Wie feiern Sie und Ihre Familie Weihnachten? An Weihnachten besuchen mich meine erwachsenen Kinder samt Enkelsohn, und wir gehen zusammen in den Gottesdienst. Ich koche gerne, und so sorge ich auch an Weihnachten mit Freude und Liebe für das leibliche Wohl aller. Investieren Sie eine Menge Zeit, um Ihr Zuhause zu dekorieren, oder machen Sie es eher dezent? Meine Adventsdekoration ist eher dezent. In diesem Jahr werde ich den Baum vor meinem Küchenfenster mit einer Lichterkette schmücken. Sobald die Dämmerung beginnt, zünde ich gerne eine Kerze an. Natürlich gibt es einen Adventskranz und den geschmückten Weihnachtsbaum am 24. Dezember. Wie viele Weihnachtskarten schreiben Sie jedes Jahr? Werden alle von Hand geschrieben? Ich verschicke gut 100 Weihnachtskarten, die in jedem Jahr neu gestaltet werden. Ein neues Gedicht von mir wird eingedruckt, meine Grüße schreibe ich selbstverständlich von Hand. Es ist oft etwas mehr Text, weil ich zu den Menschen, denen ich schreibe, eine persönliche Bindung habe und ihnen auch etwas von mir mitteilen möchte. Wann und wo schreiben Sie Ihre Weihnachtskarten? Meine Weihnachtskarten schreibe ich in der Adventszeit an meinem großen Küchentisch. Hier entstehen übrigens auch meine Gedichte. Für mich ist die Küche die Seele des Hauses. Das Gedicht "Wunschzettel" kann man hier lesen.
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